Landeskunde

Bei der Beschreibung der 3.000 km² großen Halbinsel im Südosten Thessalonikis stoßen Sie unweigerlich auf die Zahl “Drei“. Einerseits ähnelt sie einer Hand mit drei Fingern, auf der anderen Seite wird Chalkidiki gerne mit dem ins Meer gestoßenen Dreizack von Poseidon, dem Gott des Meeres und der Seefahrt, verglichen. Die Hauptstadt Chalkidikis ist Poligiros (70 km von Thessaloniki entfernt), am Fuße des Berges Cholomondas gelegen. Wenn Sie von hier auf den Berg „Profitis Ilias„ steigen, haben Sie bei klarer Sicht einen herrlichen Blick über die drei Finger der Halbinsel: Kassandra, Sithonia und Mönchsrepublik Athos.

Feine Sandstrände, idyllische Buchten und kristallklares Wasser ziehen Sonnenanbeter an. Am Fuße des imposanten Olympgebirges erstreckt sich die Olympische Riviera mit ihren meist langen Sand- und Kiesstränden. Vor allem auf Kassandra und Sithonia haben sich die Dörfer auch zu Touristenzentren entwickelt, ohne die Landschaft wesentlich zu beeinträchtigen.

Die Bewohner leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, dem Fischfang und dem Fremdenverkehr. Charakteristische Produkte sind das Olivenöl, der qualitativ sehr gute Honig und der Wein.

Die Landschaft bietet eine Vielfalt an Formen. Dicht bewaldete Berge, fruchtbare Ebenen und viele Strände.

Chalkidiki besitzt die längste Küstenstrecke aller Festlandskreise Griechenlands.

Chalkidiki ist ein sehr günstiger Ausgangspunkt für Ausflüge, sowohl in die nähere Umgebung als auch zum restlichen Mazedonien. Versäumen Sie auf keinen Fall die Gelegenheit zu einem Besuch des Berges Athos oder der Meteoraklöster.

Halbinsel Kassandra

Die Kassándra ist der touristisch am meisten erschlossene Finger. Ihr Name stammt von König Kassandros, dem Schwager und Nachfolger von Alexander des Großen und ist die westlichste Halbinsel. Aufgrund ihrer Nähe zu Thessaloniki ist sie am bekanntesten und am stärksten besiedelt.

Typisch sind die kilometerlangen Sandstrände und die nur leicht gewellten Binnenebenen, auf denen auf großen Feldern vorwiegend Weizen angebaut wird. Zum Meer hin laufen die Hügel sanft aus und enden in langen Sandstränden und einsamen Badebuchten. Auch im Sommer bleibt die Vegetation üppig grün, da es in den Herbst- und Wintermonaten viel regnet.

Das schönste Dorf der Kassándra hat seinen traditionellen Charakter bewahrt. Viele schöne, aus unverputztem Naturstein erbaute Häuser aus dem 19. Jahrhundert prägen diesen Ort.     In Áfitos findet man nur harmonisch in die Landschaft eingepasste, kleine Hotelanlagen. Wer Beschaulichkeit, Flair und die kosmopolitische Atmosphäre eines sommerlichen Dorfplatzes schätzt, wird sich in Áfitos wohl fühlen

Ein lebhafter Urlaubsort mit langen flach abfallenden Sandstränden mit großem Wassersportangebot. Im Ortskern gibt es zahlreiche Geschäfte, Boutiquen, Cafés und Tavernen direkt am Meer.

Dies ist ein beliebter und bekannter Urlaubsort mit langen Sand- und Kiesstränden. Hier finden Sie Unterhaltungsmöglichkeiten mit Restaurants, Tavernen, Bars und Diskotheken.

Das südlichste Dorf der Kassandra ist zugleich das wohl idyllischste mit ureigenem Charme eines Fischerdorfes. Das Meer hier gilt als das schönste in und um ganz Chalkidiki.

Das antike Heiligtum ist die bedeutendste archäologische Stätte auf der Kassándra. Das mit Sanctuary of Dionynsos und Ammon Zeus und Asklipios ausgeschilderte antike Heiligtum für diese drei antiken Gottheiten wurde erst 2005-2007 vollständig ausgegraben und beispielhaft verständlich für Besucher hergerichtet. Es liegt idyllisch fast direkt am Meer unterhalb des Steilufers, ist mit vielerlei Bäumen bepflanzt und lädt mit guten Wegen zu einem angenehmen Parkspaziergang ein.

Die kleine Kapelle 1500 m nach dem Ortsendeschild von Néa Skióni steht äußerst fotogen unmittelbar unterhalb der Küstenstraße am Meer. Zwischen Kirche und Strand lädt eine Terrasse mit blauen Holzbänken zur Rast ein. Sie ist besonders beim Kirchweihfest am 23. August gut gefüllt. Die Kapelle aus dem 16. Jahrhundert wurde im 17. Jahrhundert mit teils noch erhaltenen Wandmalereien ausgestattet. Die in der Kapelle verehrte Ikone der Gottesmutter, auf verputztem Marmor gemalt, gilt als wundertätig. Nach dem Volksglauben schwamm sie von Thessalien aus hierher. In der Ikone meint man noch die Fußabdrücke eines Türken zu sehen, der nicht glauben wollte, dass Marmorikonen schwimmen können, und deswegen auf sie trat.

Halbinsel Sithonia

Der mittlere Finger der Chalkidiki ist gebirgiger und weniger dicht bevölkert als die Kassandra. Ein Gebirge durchzieht ihn von Nord nach Süd, so finden sich hier für Radfahrer und Wanderer ideale Bedingungen. Der höchste Gipfel Itamos steigt auf 753 m Höhe an. Große Teile der Sithonia sind mit Kiefern bewachsen, in denen es noch Schakale und Geier gibt. Die endlos langen Sandstrände mit türkisblauem Wasser laden zum Sonnenbaden und Entspannen ein.

Der kleine Badeort bietet neben einem schönen Sand-/ Kiesstrand einige Unterhaltungsmöglichkeiten. Den besonderen Reiz von Metamorfosis macht ein niedriges, rötlich schimmerndes Steilufer aus, unter dem sich ein Sand-/Kiesstrand entlang zieht.

Mit    herrlich    bewachsenen    Steilküsten     und  Zugang     zu     abgeschiedenen,     feinkörnigen Sandstränden ist es ruhig gelegen. Einkaufs-und Unterhaltungsmöglichkeiten bieten das etwa 10 km entfernte Nikiti oder Neos Marmaras.

An einem sanft ansteigenden Berghang gebaut ist es der touristische Hauptort der Sithonia mit zahlreichen Tavernen und Bars direkt am Meer.

Das große Bergdorf oberhalb von Néos Marmarás wurde 1970 von seinen letzten Bewohnern verlassen. Die Abwanderung hatte bereits in den 1920er Jahren mit der Entstehung von Néos Marmarás begonnen. 1977 kehrten die ersten Menschen nach Parthenónas zurück, pflegten nun aber die Tradition, restaurierten viele Häuser und schufen so ein Juwel unter den chalkidischen Dörfern. Der Blick fällt auf Néos Marmarás und reicht bei halbwegs klarer Sicht bis zur Halbinsel Kassándra hinüber. Ein gut ausgeschilderter Wanderweg verbindet Parthenónas mit Néos Marmarás.