Lefkada (die Insel)

Lefkada ist eine Insel im Ionischen Meer und gehört zur Inselgruppe Eptanissa (der „Sieben Inseln“). Sie erstreckt sich zwischen Korfu und Kefalonia und liegt somit sehr nahe an den Küsten des westlichen griechischen Kontinentallandes. Nur ein sehr schmaler Meeresstreifen trennt sie vom Festland von Aitoloakarnania, und eine breite mobile Brücke von 50 m Länge verbindet sie mit ihr.

Lefkada hat eine Fläche von 335,8 km² und ist die viertgrößte Insel der Gruppe Eptanissa mit 23.000 Einwohnern. Zusammen mit den Inseln Meganisi, Kalamos, Kastos, Skorpios, Skorpidi, Madouri, Sparti, Thilia, Kythro und anderen kleineren Inseln gehört sie zur Präfektur Lefkada, deren Hauptstadt der gleichnamige Ort ist. Sie ist in 6 Städte (Lefkada, Ellomenos, Apollonies, Karya, Sfakiotes und Meganisi) und 2 Gemeinden (Kalamos und Kastos) unterteilt. Die Insel hat mediterranes Klima, mit viel Sonnenschein, einen milden aber regnerischen Winter und einen warmen Sommer, der aber dank der erfrischenden Winde als angenehm empfunden wird.

Die Meereslandschaft von Lefkada besteht aus beeindruckenden Küsten, Halbinseln, Landzungen und Buchten, die wunderschöne Naturhäfen bilden, wie z. B. Vluchos, Syvota, Rousa im Osten oder Vasiliki im Süden. Viele aufeinander folgende Buchten sind auch in Meganisi zu finden, wo sie kleine beeindruckende Fjorde bilden.

Die meisten Strände sind mit dem Auto oder zu Fuß erreichbar; einige sind jedoch nur vom Meer aus zugänglich – ein guter Grund, für ein oder zwei Tage eine Schiffsfahrt zu unternehmen.

Das grüne, bewaldete Innere der Insel lohnt sich für eine Erkundungstour: spektakuläre Aussichten, herrliche Wanderwege, Berge, die bis zu 1100 Metern in die Höhe ragen und verstreute, unberührte Dörfer, in denen das Leben nach wie vor von uralten Traditionen und Gebräuchen geprägt ist.

Im Labyrinth der Straßen und Gassen von Lefkada, der Hauptstadt der Insel, befinden sich zahlreiche Tavernen, Geschäfte und Bars sowie ein viel besuchter Jachthafen. In wenigen Autominuten können Sie von hier über einen Fahrdamm das griechische Festland erreichen. Regelmäßige Fährverbindungen von den Häfen Nidri und Vasiliki, jeweils im Westen und Süden der Insel, steuern die anderen Inseln des Ionischen Archipels an (einschließlich Meganisi, Ithaka und Kefalonia).

Lefkada (die Stadt)

Die nördliche Spitze der Insel Lefkada wird vornehmlich eingenommen von der gleichnamigen Stadt Lefkada, dem wirtschaftlichen, kommerziellen und adminis-trativen Mittelpunkt der Insel und Heim für ca. 9000 Menschen. An drei Seiten vom Meer umgeben, bietet die Stadt zahlreiche Bars, Cafés und Restaurants in atemberaubender Lage mit Blick auf das Meer. Der Jachthafen südöstlich von der Stadtmitte ist ein besonderer Höhepunkt. Er ist einer der modernsten und sicherlich einer der schönsten Jachthäfen in ganz Griechenland, mit Anlegestellen für über 620 Boote.

Die Stadt Lefkada beherbergt mehrere kleine Museen, die einen Besuch lohnen. Das kuriose „Phonograph Museum“ liegt gleich hinter der Fußgängerzone und bietet eine faszinierende Auswahl an alten Grammophonen, Schallplatten, Fotographien, Gemälden, Juwelen und Musikinstrumenten. Das Juwel   unter  den   Museen   in   Lefkada  ist  jedoch zweifellos das kleine, aber fesselnde Archäologische Museum, das die Geschichte der Insel und seiner Bewohner epochenübergreifend verfolgt – von der Altsteinzeit bis zur spätrömischen Zeit. Ein Teil der Ausstellung ist den Ausgrabungen des Archäologen William Dörpfeld gewidmet, der glaubte, dass Lefkada Homers historisches Ithaka, Geburtsort von Odysseus, ist.

Beeindruckend ist auch das Kastell Agia Mavra (auch bekannt als Santa Maura), etwa 1 km nordöstlich von der Stadt Lefkada gelegen. Das Kastell wurde um 1300 erbaut, um die Stadt vor Piratenangriffen zu schützen. Es zeugt von der bewegten Vergangenheit der Insel, die sich nicht zuletzt in seiner Architektur widerspiegelt. Zu seiner Glanzzeit beherbergte das Kastell zwei Kirchen, mehrere Häuser, ein Krankenhaus sowie ein enormes Schießpulverlager für seine sieben riesigen Kanonen, die einst feindlichen Schiffen ein schnelles Ende bereiteten und auch heute noch drohend in Richtung Meer zeigen.

 

Porto Katsiki, einer der schönsten, farbenprächtigsten und malerischsten Strände der griechischen Inseln, befindet sich an der Südspitze der Westküste Lefkadas. Er ist zu beiden Seiten von weißen Kalksteinklippen umgeben und über einen grün bewaldeten Zugangsweg erreichbar. Der strahlend weiße Sand und das azurblaue Wasser vervollständigen die Palette. Dank dieses einmaligen Anblicks ist der Strand sehr beliebt in der Hauptsaison. Mit dem Auto ist der Strand über eine teils recht kurvenreiche und enge Straße zu erreichen. Um vom Parkplatz zum Strand zu gelangen sind 80 teils sehr unebene Treppenstufen zu bewältigen. Vom nahegelegenen Vassiliki oder von Nidri an der Ostküste ist Porto Katsiki auch mit dem Boot zu erreichen.

Parga ist eine Kleinstadt an der Ionischen Küste mit ca. 2.500 Einwohnern. Die Stadt liegt an der griechischen Westküste in der Region Epirus, ca. 40 km südlich der Hafenstadt Igoumenitsa und ca. 60 km nördlich des Flughafens Preveza. Vor Parga liegen die beiden malerischen Inseln Paxos und Antipaxos. Diese werden in der Saison täglich von Parga aus mit kleineren Schiffen angefahren. Neben einigen schönen Stränden (u.a. Kryoneri, Piso Kryoneri, Valtos, Lychnos), der gemütlichen Promenade und den pittoresken Gässchen der verwinkelten Innenstadt, ist die hoch über der Stadt gelegene, ca. im Jahr 1570 errichtete, venezianische Festung mit Aussicht auf die zerklüftete Küste die wohl bedeutendste Sehenswürdigkeit Pargas. Im Sommer besuchen zahlreiche Tagestouristen aus Korfu, Paxos und aus der näheren Umgebung die kleine Hafenstadt

Das malerische Dorf Karya liegt mitten im Gebirge im dicht bewachsenen grünen Zentrum von Lefkada. Es besteht aus drei Siedlungen: Karya, Eglouvi und Pagadisani. Das Dorf Karya liegt ca. 14 km von Lefkada-Stadt und nur ca. 7 km von den schönsten Stränden entfernt. Karya ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Stadt und das größte Hauptdorf auf Lefkada. Es ist geprägt durch enge Wege, traditionelle Steinhäuser, dichtes Grün  und  einen  wunderschönen alten Platz mit fließendem Wasser und Platanen, unter denen der Besucher seinen Kaffee oder einen Ouzo genießen kann.  Das Dorf ist reich an Traditionen und hat viele seiner uralten Sitten und Gebräuche beibehalten, deren Höhepunkt die Nachstellung der „Hochzeit im Dorf“ ist, welche jedes Jahr am ersten Sonntag im August stattfindet und zahlreiche Besucher anlockt.

Sivota ist ein Ort mit ca. 875 Einwohnern an der westlichen Küste Griechenlands. Die nächste größere Stadt ist Igoumenitsa, welche ca. 25 km nördlich liegt. Erstmals erwähnt wurde Sivota im Jahr 433 v. Chr., als sich vor der Küste eine berühmte Seeschlacht zwischen den Korinthern und den Korfioten ereignet hat.